Home Staging

 

Beim Home Staging geht es darum, die Stärken einer Immobilie hervorzuheben.

Home Staging
© DGHR

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Mit Home Staging Immobilien besser verkaufen

Prima Lage, geringe Energiekosten, ein attraktiver Preis – und trotzdem findet sich für manche Immobilie kein Käufer. Das Problem ist oft der erste Eindruck: das ungepflegte Vorbeet, der zugestellte Flur oder die dunklen Wohräume. Abhilfe verspricht Home Staging, eine Verkaufsförderungsmaßnahme aus den USA.

„Beim Home Staging geht es darum, die Stärken einer Immobilie hervorzuheben“, sagt Tina Humburg, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR). Ein Haus oder eine Wohnung verkauft sich aufgeräumt, gut beleuchtet und dezent dekoriert meist deutlich schneller und zu dem Preis, den die Immobilie verdient, als wenn nur das Nötigste getan und einmal feucht durchgewischt wurde.

Niemand wohnt so, wie man verkauft

„Home Staging ist nichts grundlegend Neues. Wir alle kennen es aus anderen Lebensbereichen, denn jeder Mode-, Auto- oder Möbelverkäufer investiert in die bestmögliche Präsentation seiner Produkte, weil er um den Zusammenhang von Wahrnehmung und Kaufdynamik weiß. Da ist es eigentlich überraschend, dass bislang keiner auf die Idee gekommen ist, das Prinzip auf Immobilien zu übertragen", so Humburg, die neben der Verbandsarbeit eine eigene Agentur für Home Staging betreibt. Sie spricht aus Erfahrung: Viele Immobilienbesitzer gingen davon aus, dass der Käufer später sowieso alles nach seinen Wünschen einrichtet. Das sei zwar richtig, habe aber mit dem Verkaufszeitpunkt nichts zu tun. „Damit ein Kaufinteressent überhaupt zum Käufer wird, muss er gedanklich selbst einziehen können, müssen die Nutzungs- und Einrichtungspotenziale für ihn klar erkennbar sein. Ist das Zuhause des Vorbesitzers zu dominant, ist das Vorstellungsvermögen der meisten von uns überfordert", so die Home Staging-Expertin.

Home Staging: Die wichtigsten Schritte

Aufräumen, Putzen und Ausmisten sind die ersten und wichtigsten Schritte zu einer verkaufsoptimierten Immobilie, wenn sie zum Besichtigungszeitpunkt noch bewohnt ist. Persönliche Dinge wie Fotos, unzählige Bücher oder CDs sowie ungemachte Betten verschwinden dabei aus dem Blickfeld der Besucher. Notwendige Reparatur- oder Sanierungsarbeiten sollten ebenfalls vor einem Besichtigungstermin durchgeführt werden, denn kein Käufer möchte sich damit gern belasten – es sei denn, er bekommt einen Preisnachlass. „Ein Gebrauchtwagen wird vor dem Verkauf ja auch technisch überprüft und gründlich geputzt“, erklärt Tina Humburg. „Wieso bei einer Immobilie also nicht mindestens genauso viel Mühe aufwenden für einen guten Allgemeinzustand bzw. ein bestmögliches Erscheinungsbild zum Zeitpunkt des Verkaufs, schließlich stellt sie einen viel bedeutenderen Wert dar.“

Bei leerstehenden Wohnobjekten empfiehlt sich die Ausstattung mit Leihmöbeln, denn die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, wie die Räume möbliert aussehen. „Home Staging ist kein Geheimnis“, so Tina Humburg, „viele Dinge könnten Eigentümer selbst erledigen, aber der Blick durch die Käuferbrille fällt den meisten Besitzern schwer, da sie mit Ihrer Immobilie emotional ja sehr verbunden sind. Da hilft ein neutraler Dritter, der mit der nötigen Distanz die Maßnahmen durchführt, die für einen besseren Verkauf nötig sind.“

Ein Flur im Originalzustand (links) und verkaufsoptimiert (rechts) © DGHR

Lohnt der Aufwand?

Professionelles Home Staging kostet etwa 250 Euro aufwärts – je nachdem, ob neben der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs noch Fremdfirmen wie Gärtner oder Maler beauftragt werden oder Mietmöbel zum Einsatz kommen. Üblich sind neben Quadratmeterpreisen auch Tagessätze mit Kostenvoranschlag. Die Investition rechnet sich – laut Fachverband DGHR durch einen deutlich schnelleren Verkauf, damit verbunden geringeren Unterhaltskosten sowie die Vermeidung von Kaufpreisminderungen.

Hier finden Sie weitere praktische Tipps, wie Sie für den Verkauf das Beste aus Ihrer Immobilie herausholen.

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