Wer sich für Bambus als Bodenbelag entscheidet, trifft ökologisch die beste Wahl.
Bambus ist eine echte Wunderpflanze, denn er ist nicht nur robust, sondern wächst auch sehr schnell. Lange wurde er als Bodenbelag unterschätzt – findet aber nun weltweit immer mehr Anhänger.
Als Alternative zu herkömmlichen Fußböden aus Eiche, Buche oder Fichte ist Bambus als Bodenbelag sehr strapazierfähig, fest und trotzdem leicht. Wer sich für Bambus als Bodenbelag entscheidet, trifft zudem ökologisch die beste Wahl. Denn die Riesenhalme wachsen in einer kaum vorstellbaren Geschwindigkeit nach – bis zu einen Meter in 36 Stunden. Im Vergleich dazu benötigt ein Baum etwa 50 Jahre, um wieder die alte Größe zu erreichen. Wird ein Bambuswald behutsam bewirtschaftet, kann er sogar über mehrere Jahrzehnte genutzt werden und die Reserven des Regenwaldes bleiben geschont. Dieses Gras ist in der Lage, Wasser zu speichern und bindet viel CO2 beim Wachsen. Spezialisten hoffen sogar, dass diese Pflanze zukünftig einige der größten Umweltprobleme des 21. Jahrhunderts lösen kann.
Vielseitiger Bambus
Das Riesengras wird im Ursprungsland China schon lange überall eingesetzt: für Papier, Hüte, Handtücher, Häuser und Brücken. Es gibt sogar Bambus-Seife und Bambus-Bier. Da Bambus auch Glück verheißt, heiraten chinesische Liebespaare gerne im Bambushain.
In den USA ist Bambus als Bodenbelag dank seiner Strapazierfähigkeit schon lange beliebt. In Europa steigt die Nachfrage noch langsam. Dabei hat Bambus als Bodenbelag, beispielsweise als Parkett, neben den ökologischen Vorteilen noch mehr zu bieten. Die Oberfläche ist nicht nur sehr hart, sondern auch reißfest. Wird der Boden feucht, verbiegt sich Bambus viel weniger im Vergleich zu Fichte oder Eiche. Bei Abnutzung wird er einfach abgeschliffen und neu versiegelt. Das kann sogar mehrmals gemacht werden, denn Bambus ist recht dick. Selbst ein Pfennigabsatz unter einer 100 Kilo schweren Dame oder ausgestreute Glasscherben können dem Boden kaum etwas anhaben, stellten Forscher bei einem Test mit mehreren Holzarten fest.
Bambus als Bodenbelag
Bambus als Bodenbelag kann als Zweischicht- oder Dreischichtparkett gekauft werden. Die erste Variante ist preisgünstiger, weil Bambuslamellen auf Holz geklebt werden. Zwei Farbvarianten stehen zur Auswahl. Bei der zweiten sind alle drei Schichten aus Bambus. Die Farbpalette ist viel umfassender und reicht von weiß bis schwarz geölt. Bambus hat eine spezielle Optik. Er ist streifiger und flächiger, strahlt aber genauso viel Wärme aus wie Holzfußböden. Ob Balkon, Nassbereich oder Wohnzimmer, Bambus als Bodenbelag eignet sich für alle Räume.
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