Bauhaus Design: Die ideale Verschmelzung von Ästhetik, Funktionalität und hohem Gebrauchswert führte immer wieder zu Möbeln, die auch international zu Designklassikern wurden.
Die Ursprünge des modernen Möbeldesigns liegen im 19. Jahrhundert. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Möbel weitgehend handwerklich hergestellt. Dies änderte sich jedoch mit neuen Materialien und industriellen Fertigungsmöglichkeiten.
Um international bestehen zu können, wurde neben der wirtschaftlichen Fertigung auch die Differenzierung der Produkte durch formschönes und gleichzeitig funktionales Design erforderlich. Bis heute prägen insbesondere die Einflüsse aus dem Bauhaus Design und der internationalen Moderne die Gestaltsprache des zeitgenössischen Möbeldesigns.
Bauhaus Design für Produkt und Industrie
Produktdesign oder auch Industrie-Design befasst sich mit den Dingen, die uns umgeben. Dabei muss ein Industrial Designer berücksichtigen, dass der Entwurf auch mittels eines industriellen Fertigungsprozess umsetzbar ist. Die perfekte Kombination aus Ästhetik, Funktionalität und hohem Gebrauchswert führte immer wieder zu Möbeln, die sich international als Designklassiker behauptet haben. Besonders bekannt sind dabei Stücke aus dem Bauhaus Design.
Bauhaus Design
Das Bauhaus Design nimmt seinen Ursprung im staatlichen Bauhaus Weimar. Dieses bestand von 1919 bis 1933 und wurde von Walter Gropius als Kunstschule gegründet. Das historische Bauhaus stellt heute die einflussreichste Bildungsstätte in Architektur, Kunst und Design dar. Bauhaus Design bedeutet Avantgarde der Klassischen Moderne in allen Bereichen der freien und angewandten Kunst. Faszinierend: Der Einfluss des Bauhaus Design hält bis heute an.
Wassily Sessel B3 (1925) im Bauhaus Design
Für die Wohnung Wassily Kandinsky am Bauhaus in Dessau entwarf der Architekt und Designer Marcel Breuer (1902-1981) ein absolut revolutionäres Sitzmöbel aus einem Stahlrohrgestell: den Wassily Sessel B3. Der Stuhl zählt zu den bekanntesten Möbeln des Bauhaus Design. Das Bauhaus (1919-1933) ist weltweit als Avantgardestätte der Klassischen Moderne angesehen und prägt bis heute die Entwurfskultur in Deutschland.
Loungechair (1956)
Das amerikanische Ehepaar Charles und Ray Eames zählt zu den einflussreichsten Möbeldesignern des 20. Jahrhunderts. Für im Krieg verwundete Soldaten entwickelte der Designer Charles Eames zunächst verleimte Schichtholz-Schienen. Diese Technik des Verbiegens von Schichtholz unter Dampf setzte er neben weiteren Möbelentwürfen auch 1956 für die Gestaltung des Lounge Chairs ein. Der Möbelklassiker gilt als moderne Interpretation des Clubsessels.
Ameisenstuhl (ab 1950)
Arne Jacobsen ist der international bedeutendster Architekt und Designer Dänemarks im 20. Jahrhundert. Aufgrund seiner Naturverbundenheit orientierte er sich in vielen seiner Design-Projekte an organischen Formen. Der Ameisenstuhl (Stuhl 3100) wurde zum Beispiel aufgrund seiner abgerundeten Form, engen Taille und dünnen Beinchen als „Ameise“ bekannt.
Panton Chair (1959-60)
Der mit dem Namen des Architekten und Designer verbundene Panton Chair, verhalf Verner Panton (1926-1998) zum internationalen Durchbruch. Der Däne, der künstliche Materialien in seinen Entwürfen bevorzugte, experimentierte zu Beginn seiner Karriere mit unter Dampfdruck gebogenem Sperrholz. Dieses Prinzip wandte er schließlich auch auf das Material Kunststoff an. Der neuartige Kunststoff erlaubte dank seiner fehlenden Struktur nahezu vollkommene Freiheiten in der Form- und Farbgebung.
Diese und weitere Designklassiker sind heute nicht nur in bedeutenden Museen vertreten. Moderne Möbelklassiker von Art déco und im Bauhaus Design sind im nahezu perfekten Nachbau u. a. auch im Internet zu moderaten Preisen erhältlich.
Bilder in der Endlosschleife.
Flachbildfernseher mit besonderer Ästhetik.
Lautsprecherboxen bereichern das Ambiente.
Kunst im Alltag.
Wohltat für Körper und Geist.
Wer auf Designerstücke setzt, macht vieles richtig.