Langweilig war gestern. Natursteine gibt es in allen erdenklichen Nuancen.
Schiefer, Granit, Blaustein, Quarzit, Basalt, Jerusalem Stone… die Liste der Baustoffe aus alten und ältesten Schichten des Erdreichs hält viele Varianten bereit. Und so verschieden das Material, so unterschiedlich wird es verwendet. Längst finden sich Natursteine nicht bloß in der Fassadengestaltung wieder, nicht nur im Landschaftsbau, nicht allein in den Foyers und Fluren öffentlicher Gebäude. In unseren vier Wänden haben sie längst Küche und Bad erobert, sind aber auch zusehends in Räume vorgedrungen, in denen bisher andere Werkstoffe den Ton angegeben haben. Sie verleihen Wänden eine besondere Optik, noch häufiger aber dem Boden – mittlerweile in der „guten Stube“, im Schlafzimmer, im Reich der Kinder und im Esszimmer.
Unendliche Kombinationsvielfalt
Warum Stein als Material immer mehr Boden gutmacht, liegt für den Deutschen Naturwerkstein Verband (DNV) auf der Hand. Das Würzburger Sprachrohr der Zunft verweist nicht nur auf die schiere Unverwüstlichkeit seines Produkts, sondern auch auf dessen Kombinationsfähigkeit. Langweilig war gestern, lautet das Motto. „Wer sich heute für Naturstein entscheidet, hat die Qual der Wahl“, sagt Geschäftsführer Reiner Krug.
Natursteine sind strapazierfähig, nuancenreich und ökologisch im Trend
Kompositionen aus weißem Marmor mit schwarzem Granit seien ebenso angesagt wie ein Zusammenspiel von Jurakalkstein mit blauem Quarzit. Auch ein Mix mitanderen Materialen stoße auf wachsende Nachfrage: Naturstein mit keramischen Fliesen, Naturstein mit Holzparkett, Naturstein mit Edelmetallen.
Bei den Farben heißt es ebenfalls: Purismus ade, Vielfalt ist Programm! Naturstein ist heute in (fast) allen erdenklichen Nuancen erhältlich, von tiefem Schwarz bis zu reinem Weiß. Blau, Grün, Rot oder Gelb – der Boden kann mittlerweile nach dem Spektrum eines Malkastens gestaltet werden. Das gilt auch für steinerne Materialien, denen gemeinhin ein fester Farbton zugeschrieben wird: Schiefer beispielsweise gibt es nicht mehr nur „schieferfarben“ in seidenmatt-glänzendem Blaugrau. Wer nach einem milden Grün oder warmen Rot sucht, findet ebenfalls eine große Palette an Abstufungen. Und zwar zusätzlich zum natürlichen Farbenspiel, das die einzelnen Sorten mit sich bringen, von Schiefer Gris über Schiefer Colorado bis Schiefer Peakcock. Verbandschef Krug: „Jeder Stein ist ein Unikat.“
Raffinierte Verarbeitungen möglich
Nicht zuletzt auch deshalb, weil Natursteine in immer raffinierteren Verarbeitungsvariationen angeboten werden. Etwa mit abgesetzten Umrandungen oder mit Oberflächen, die strukturiert oder reliefartig aufgelockert sind. Andere wiederum sind mit Intarsien, Edelsteinapplikationen oder filigranen Gravuren versehen. Weit stärker als in der Vergangenheit bestimmen außerdem unterschiedliche Oberflächen das Bild. Ob poliert, beflammt, fein geriffelt, maschinell scharriert, grob- oder feingeschliffen – traditionelle Bearbeitungsarten sind heute wieder en vogue, heißt es beim Deutschen Naturwerkstein Verband. Je nach Methode bekommt der Stein einen zusätzlichen Akzent, der ihn oftmals nicht mehr kalt, sondern behaglich wirken lässt. Die Lebensdauer von Steinböden wird von den Betrieben mit 30 Jahren und mehr angegeben.
Muster und Material mit Seele.
Atmosphäre in Wohn- und Schlafbereich.
Neue Lebendigkeit.
Wahre Wonne in der Wanne.
Positiver Einfluss durch eine lauschige Atmosphäre.
Aufgeräumtes Design.