Farbtherapie: Die Macht der Farben richtig nutzen. Eine Farbtherapie muss sich nicht auf professionelle Spas beschränken. Auch in den eigenen vier Wänden können Sie ganz leicht mit dem Einsatz von Farben das Wohlbefinden steigern.
Die meisten Sinneseindrücke nehmen wir im Laufe unseres Lebens mit den Augen auf. Kein Wunder, denn sage und schreibe 137 Millionen Fotorezeptoren sorgen für ein klares farbiges Bild. Farben können jedoch auch Gefühle wecken: Wir werden grün vor Neid, rot vor Zorn, wir ärgern uns schwarz und schauen als Verliebte durch die rosarote Brille.
Farbtherapie der Antike
Bereits die alten Kulturen in Ägypten, China, Indien oder Griechenland wussten viel über die Heilkunst der Farben. Hinweise findet man bei den Ägyptern schon um 2500 vor Christus. Sie errichteten für ihre Kranken nach Süden ausgerichtete Farbtempel mit sieben Räumen in unterschiedlichen Farben. Je nach Problem wurde der Patient in eines der Zimmer gebracht. Auch in der indischen Tradition finden sich viele Formen der Farbtherapie, die schon in alten Schriften um 2000 vor Christus erwähnt wurden. Sie legten ihre Kranken an die wärmende Sonne und behandelten die schmerzenden Stellen mit farbigen Edelsteinen. Ende des 18. Jahrhunderts beschäftigte sich dann Johann Wolfgang von Goethe in seinen naturwissenschaftlichen Schriften intensiv mit Farbtherapie und ihrer Wirkung. Seine Lehre bildete die Grundlage für viele weitere Farbtheorien.
Farbtherapie im Alltag
Heute sind wir im Alltag von unzähligen Farben umgeben, die sich auf die Psyche auswirken und Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen. Teilnehmer eines Experiments froren zum Beispiel in einem türkisblauen Zimmer schon bei 15 Grad, während sie in einem rot gestrichenen Zimmer die Temperatur erst bei elf Grad als kühl empfanden.
Diese Wirkung wird auch therapeutisch genutzt - mit unterschiedlichen Formen der Farbtherapie. Eine Farbtherapie mit Farblichtbestrahlungen in der Heimsauna kann zum Beispiel bei Beschwerden helfen: Blau, die Farbe von Himmel und Wasser steht für Kälte. Diese verlangsamt die menschlichen Funktionen und wirkt deshalb beruhigend und entspannend. Grün, die Farbe der Natur, besänftigt und inspiriert. Sie fördert die Regeneration von Bronchien und Lunge und lindert Kopfschmerzen. Gelb regt die Nerven an, vertreibt Trübsinn und sorgt für positive Lebenseinstellung. Die Farbe rot erinnert an Feuer oder Blut und strotzt vor Vitalität und Wärme. Ein ähnlicher Effekt - nur etwas schwächer - wird mit Farbbädern erzielt.
Farbtherapie im Wohnraum
Auch bei der Gestaltung der Wohnung kann die energetische Wirkung der Farbtherapie mit einbezogen werden. Farben sollten je nach Nutzung der Räume und nach Bedürfnis gewählt werden. Warme Töne wie rot, orange und gelb eignen sich für den Wohnbereich, denn sie fördern die Kommunikation und vermitteln Gemütlichkeit. Kalte Töne hingegen würden hier sowohl jegliche Aktivität als auch die Stimmung hemmen.
Farbtherapie: Welche Farbe wofür?
Im Essbereich sorgen helle Farbtöne wie orange, gelb oder hellgrün für Fröhlichkeit. Eine graue Küche hingegen könnte den Appetit und auch die Laune verderben. Kalte Farben wie blau helfen dabei, im Schlafzimmer zu entspannen. Kinder spielen friedlicher in zarten Rot-, Orange-, Gelb-, oder Blautönen. Lichtes Grün und Gelb machen aktiv und fördern die Konzentration - die ideale Wandfarbe für ein Arbeitszimmer.
Wem dies zu viel ist, der kann auch mit Accessoires farbige Akzente setzen: bunte Kissen, Bettwäsche, Vorhänge, Blumen und Farbe verwöhnen das Auge und schaffen ein positives Ambiente ohne die Räume zu überladen.
Die neuesten Trends und Topseller.
Die neuen Regenmacher.
Einfach mal untertauchen.